Willkommen in der Welt von Sims 4!

Ich weiß, ich bin spät dran. Schon 2014 wurde Sims 4 veröffentlicht und irgendwie habe ich mein Interesse dazu erst vor einiger Zeit entdeckt. Nach einigen Spielstunden mit Leo, dem leidenschaftlichen Studenten für Geschichte auf dem Weg zur Karriere zum Richter, ziehe ich hier ein kleines Fazit und nehme ich mit in die Welt von Brindleton Bay, San Myshuno und mehr.

Sul sul!

Seit einigen Stunden bin ich in die Welt von Sims 4 abgetaucht. Anders als meine Frau, die die mehr als 1.200 Stunden in dem Spiel verbracht hat, bin ich bislang mit einer wesentlich weniger dabei. Aber wer weiß was die Zukunft bringt. Denn „richtig“ gespielt kann Sims 4 auch einem Strategiefan wie mir Spaß machen.

Das Spielprinzip von Sims 4 erklärt

Wem Sims noch kein Begriff ist, hier eine kurze Einführung: Bei Sims handelt es sich um eine Lebenssituation, die unserem Alltag gar nicht so fremd ist (von einigen Dingen wie Werwölfen, Vampiren und Alien mal abgesehen :-)). Der Spieler steuert einen oder mehrere Sim durch ihr Leben. Das kann schon bei der Geburt beginnen und dann bis zum Greisenalter gehen. Der Sim kann unter anderem

  • Karriere machen
  • Fähigkeiten ausbauen
  • Eine Familie gründen
  • Beziehungen pflegen zu Mensch und Tier
  • Im Lotto gewinnen
  • verschiedenste Objekte sammeln

…oder einfach nur die Seele baumeln lassen.

Es ist dem Spieler völlig frei zu entscheiden, wie sich der Sim entwickelt und wie sein Leben aussehen wird.

Die Welt der Sims-4-Erweiterungen

Aus Anschaffungssicht gibt es zu beachten, dass Sims 4 ein Basisspiel und einige Erweiterungen hat. Diese (in der Regel kostenpflichtige) Erweiterungen lassen sich in mehrere Kategorien aufteilen:

  • Erweiterungspacks: Die größten Erweiterungen. Sie erweitern das Spiel am stärksten und können komplett neue Welten und Spielmöglichkeiten hinzufügen. So wurde z.B. mit „Nachhaltig leben“ der ganze Aspekt von Nachhaltigkeit und Umwelt eingefügt. Mit „An die Uni!“ kann dein Sim studieren aber auch den Uni-Alltag mit seinen verschiedensten Facetten kennenlernen.
  • Gameplay-Packs: Diese Erweiterungen sind etwas kleiner, aber immer noch umfangreich. Mit ihnen wird z.B. das Reich der Magie eingeführt – oder die Welt der Vampire.
  • Accessoires-Packs: Diese Erweiterungen sind recht klein und meist auf einen überschaubaren Bereich beschränkt. So wird mit „Tiny Houses“ die Möglichkeit gegeben sehr kleine Häuser zu bauen. „Waschtag“ führt Waschmaschine und Trockner ein.

Jede Erweiterung bedeutet zwar Kosten, dafür erweitert sie das Spiel immer wieder neu um interessante Aspekte.

Viele Möglichkeiten, um Sims 4 zu spielen

Mit meiner bisherigen Beschreibung klingt Sims 4 so, als ob man einfach in die Spielwelt startet und dann den Alltag des Sim steuert. Dabei ist das nur ein Teilaspekt. Viele Simmer verbringen ihre Zeit in Sims 4 nämlich nicht damit, sondern lieben das Erstellen von Sims sowie das Bauen und Einrichten ihres Heims. Auch damit lassen sich viele Stunden verbringen, da Sims 4 einen umfangreichen Editor hat, der sehr sehr viele Anpassungen ermöglicht. Und mit jeder Erweiterungen kommen neue Accessoires, Kleidungsstücke, Frisuren und mehr dazu.

So spiele ich Sims 4

Ich habe zwei Arten, um Sims 4 zu spielen. Hardcore auf dem schnellstmöglichen Weg zu Geld und einer Karriere. Oder aber wesentlich entspannter mit einem Blick für Details. Ich mag die zweite Art.

Sims 4 ist ein sehr detailreiches Spiel, weswegen es allein schon Freude macht seinem Sim dabei zuzusehen, wie er seinen Alltag gestaltet. Das lässt sich steuern, aber auch ein freier Wille ist aktiviert und führt dazu, dass der Sim, wenn er gerade keine Dinge abzuarbeiten hat, das tut, wonach ihm gerade ist. Das kann sein aus Wut die Mülltonne umzutreten, oder mal was in der Tasche verschwinden zu lassen, weil man das Merkmal „Kleptomanisch“ ausgewählt hat.

Ich verbringe sehr wenig Zeit im Editor und kann mich gut in die Geschichte meines Sim versinken. Daher starte ich mit dem Story-Modus, der einen Sim abhängig von einigen Fragen generiert. Dieser Sim hat dann z.B. schon einen Job, bestimmte Fähigkeiten und mehr oder weniger Geld. Ab da genieße ich es mich vom Spiel treiben zu lassen. Ich wurde gekündigt, weil ich verdächtige Transaktionen auf der Arbeit der Polizei gemeldet habe? Dann werde ich halt Richter und zeig es ihnen! Auf dem Unigelände lädt mich jemand dazu ein Teil des E-Sport-Teams zu werden? Da bin ich dabei!

Beim Spielen lasse ich mir gerne Zeit. Sims 4 verfügt über mehrere Geschwindigkeitsstufen und erlaubt es so z.B. Schlafphasen stark zu verkürzen. Das nutze ich manchmal, aber bewusst selten. Stattdessen versuche ich die Welt von Sims zu genießen und in ihr zu versinken, indem ich meinen Sim beim Kochen, Fahrrad fahren, Angeln und mehr beobachte.

Was ich an Sims 4 mag

Es gibt vieles, was ich an Sims 4 mag. Aktuell ist es vor allem die Komplexität. Hätten wir nur das Basisspiel, wäre ich vermutlich recht schnell gelangweilt. Doch weil ich das Spiel mit vielen Erweiterungen genießen kann, gibt es nicht nur viele Welten, Berufe, Menschen und Lebensstile die ich kennenlernen kann, sondern ebenso immer wieder Überraschungen, die auch mich warten.

Im Vergleich zum Vorgänger, Sims 3, schätze ich an Sims 4 vor allem die Emotionen und wie sie das Spielverhalten beeinflussen. Natürlich lasse ich meinen Sim sich im Bett ausheulen, nachdem er gekündigt wurde oder gönne ihm etwas Neues auszuprobieren, wenn ihm langweilig ist, schicke ihn ans Teleskop um die Weiten des Himmels zu beobachten, wenn er konzentriert ist.

Ein interessanter Aspekt, der für mich Sims noch attraktiver macht: Ich habe einen Artikel darüber gelesen, dass Sims für Neurodiverse Menschen ein Ort der Geborgenheit sein kann.

…und was ich an Sims 4 ändern würde

Aber es gibt auch Aspekte, die mich an Sims 4 stören. Nach wie vor ist das Besuchen neuer Grundstücke mit Ladezeiten verbunden. Das ist völlig nachvollziehbar, wenn man von einer Welt in die andere reist. Doch auch das besuchen von einigen Nachbargrundstücken ist mit Ladezeiten verbunden. Das unterbricht immer wieder das Spielgefühl und erschwert es in die virtuelle Welt abzutauchen.

Und mir fehlt ein Multiplayer-Modus. Dieser ist zwar für Sims 5 angekündigt, hätte aber auch in Sims 4 schon für ein sehr viel interessanteres Spielerlebnis gesorgt. Neben meiner Frau sitzend gemeinsam an die virtuelle Uni zu gehen oder gemeinsam in Sulani tauchen wäre wundervoll.

Sims 4 – auch etwas für dich?

Wie zu Beginn erwähnt, bin ich eigentlich ein Fan von Strategiespielen wie Anno oder Civilization. Dennoch mag ich Sims, wenn ich mir die Zeit dafür nehme das Spiel zu genießen.

Durch seine vielen Erweiterungen und damit verbundenen Möglichkeiten kann Sims 4 für einige Spieler interessant sein, die sich sonst nicht so für Lebenssimulationen begeistern können. Du willst mal sehen wie es ist Astronaut zu werden, Vermieter, alleinerziehender Vater von 10 Kindern, wie das Leben auf einem Bauernhof oder in einem Tiny House ist? Sims 4 steht bereit.

Du kannst Sims 4 kostenlos kennenlernen. Denn das Basisspiel ist hier kostenfrei erhältlich.

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