Anno 1800 nach über 300 Stunden Spielzeit

Ich bin ein großer Fan von Strategiespielen und insbesonere der Anno-Reihe. Auch wenn ich nicht jeden Teil gespielt habe, so saß ich leidenschaftlich hinter Anno 1404*, Anno 2070* und jetzt auch endlich dem neuen Teil, Anno 1800. In diesem Beitrag möchte ich euch in die Welt mitnehmen und einen Überblick zu dem wundervollen Spiel geben.

Meine Geschichte mit Anno fing schon vor einigen Jahren an. Ich meine das erste Mal Anno 1503 gesehen zu haben, bevor ich irgendwann damit anfing Anno 1404 zu spielen. Mich faszinierte die Verbindung zwischen Handel und Krieg und die hohe Komplexität der Welt. Umfangreiche Handels- und Produktionsketten lassen einen in der Spielwelt versinken. 

Anno 1800 spiele ich seit dem Monat Mai 2019. Ich hoffe euch mit diesem Beitrag, egal ob Einsteiger oder schon aktive Spieler, helfen zu können. Mein Tipp: Verwendet das Inhaltsverzeichnis, um genau den Inhalt zu finden, den ihr sucht.

Anno 1800 – die Spielwelt erklärt

Hinter Anno 1800 steht der mittlerweile 7. Teil der Anno-Reihe. Diese startete 1998, womit die Spielreihe mehr als 20 Jahe alt ist.

Das Prinzip hinter Anno 1800 ist vergleichbar mit den vorherigen: Eine neue Welt wird erkundet und man hat die Aufgabe, diese zu besiedeln und die Wünsche sowie Bedürfnisse der Bevölkerung abzudecken. Dabei wird Anno mit jedem Teil komplexer, was die Gestaltung dieses Spielprinzips angeht.

Was ist neu in Anno 1800 im Vergleich zu den Vorgängern?

Blaupausen-Modus

Mit dem Blaupausen-Modus schafft Anno 1800 die Möglichkeit eine Stadt zu planen, ohne hierfür die Ressourcen ausgeben zu müssen. Die ausgewählten Gebäude werden transparent angezeigt und können dann, wenn man die dafür notwendigen Ressourcen hat, angeklickt und gebaut werden.

Arbeiterklassen

Es ist eine der vielen Funktionen, die ich an Anno 1800 liebe: Die Arbeiterklassen. Es ist nachvollziehbar, dass verschiedene Jobs verschiedene Anforderungen haben. Anno 1800 löst das, indem nicht zwischen verschiedenen Ausbildungen, sondern verschiedenen Arbeiterklassen unterschieden wird. So können Arbeiten auf der Farm von der niedrigsten Klasse durchgeführt werden, Arbeiten z.B. in der Fabrik benötigen eine höhere.

Während des Spiels seht ihr in der oberen Leiste unter den Materialien die Menge an verfügbaren Arbeitskräften in den jeweiligen Klassen.

Daraus resultiert, dass man nicht mehr einfach nach Möglichkeit Häuser upgraden sollte, sondern nur dann, wenn ausreichend Arbeiter in dieser Klasse verfügbar sind. Denn sind zu wenig vorhanden, nimmt die Produktivität in den dazugehörigen Betrieben ab.

Expeditionen

Ebenfalls neu in Anno 1800, sind die Expeditionen. Verteilt in der ganzen Welt bieten sie verschiedene Geschichten. Die Logik daher ist folgende:

  1. Eine Expedition wird entdeckt und ist ab dann über die Karte erreichbar.
  2. Für die Expedition muss man ein Schiff auswählen, wobei unterschiedliche Schiffe verschiedene Eigenschaften dafür bieten. Für besonders gefährliche Expeditionen braucht es z.B. Schiffe mit Feuerkraft.
  3. Die Schiffe werden nun mit Ausrüstung ausgestattet. Hierzu können auch Personen gehören, die besondere Fähigkeiten mit sich bringen. In der Übersicht zur Expedition lässt sich sehen, auf welche Herausforderungen man vermutlich stoßen wird.
  4. Das Schiff wird nun auf die Expedition geschickt.
  5. Zwischendurch muss man die Expedition moderieren und Entscheidungen treffen. Diese beeinflussen die Moral und die Entwicklung der Expedition.

Eine Expedition kann auf drei Arten enden: Entweder man holt das Schiff zurück, die Mannschaft hat nicht mehr ausreichend Moral und kehrt eigenständig zurück oder aber das Schiff findet, wofür es ausgesendet wurde. Das können besondere Items, Gegenstände für das Museum oder aber Tiere für den Zoo sein.

Für mich sind die Expeditionen in der Regel zu stressig. Bin ich gerade im Krieg oder habe meine Wirtschaft in Gang zu bringen, ist das viele Lesen der Abenteuer recht viel. Deswegen besorge ich Tiere und Gegenstände für das Museum gerne über den NPC-Einkauf oder über das Bergungsschiff.

Weiter unten gebe ich euch übrigens einige Tipps zu Expeditionen.

Bevölkerung steuern durch Zeitung

Das Thema Zeitung ist in Anno 1800 interessant. Regelmäßig wird eine Zeitung gedruckt, die in etwa die aktuelle Herausforderungen im Spiel wiedergibt. So gibt es neutrale Berichte zu Entwicklungen bei Mitspielern, negative Berichte bei Mangel von Ware und positive Berichte, wenn man etwas gut gemacht hat.

Diese Berichte haben Einfluss auf die Stimmung der Bevölkerung. Man kann sie ändern, was aber Einfluss kostet und manche NPCs nicht begeistern wird.

Attraktivität der Städte

Wie wohl sich die Einwohner einer Insel freuen und wie viele Besucher kommen, hängt von der Attraktivität der Inseln ab. Es gibt da einige Faktoren, die diese beeinflussen.

Im späteren Spielverlauf werden Faktoren wie Luftverschmutzung spannend, da sie für schlechte Laune in der Bevölkerung sorgen. Ausgestattet mit einem komplexen Handelsnetz kann man aber problematische Fabriken auf andere Inseln auslagern.

Individuelle Arbeitsfelder

Es kann sein, dass ich diese Funktion in einem Anno-Teil übersehen habe. Ich muss aber sagen, dass ich hin und weg von ihr bin: Arbeitsfelder, die Quadrat für Quadrat angepasst werden können! Dadurch werden wirklich große zusammenhängende Felder möglich, wie hier beim Beispiel Weizen.

Individuelle Arbeitsfelder funktionieren nicht bei jedem Arbeitsfeld-Typ. So können z.B. Weiden für Schafe nicht so verteilt werden. Hier hat man dann immer noch 3-5 Einheiten, die nach Bedarf verteilt werden müssen. Aber auch hier scheint mir haben die Entwickler sich mehr Mühe gegeben diese Felder so zu gestalten, dass beim Erstellen möglichst keine Zwischenräume bleiben.

Der Wuselfaktor in Anno 1800

Anno 1800 ist grafisch sehr liebevoll gestaltet. Hierzu gehört auch der „Wuselfaktor“, der beschreibt, wie viel Aktion beim Reinzoomen zu finden ist. Es ist beeindruckend, wie viele Details das Spiel hier liefert. Ich habe für euch ein Video erstellt, in dem ihr den Wuselfaktor einfach für einige Minuten genießen könnt.

Schiffe in Anno 1800

Anno 1800 verfügt über mehrere Schiffe, die individuelle Geschwindigkeiten, Waffenstärke und Waffenreichweite mit sich bringen. Auch Lebenspunkte und Lagergrößen unterscheiden sich in den Schiffen. Es gilt zu beachten, dass Schiffe Betriebskosten haben. Je größer also die Seeflotte ist, umso höher sind die dafür fortwährend entstehenden Kosten. Anders als Gebäude können Schiffe nicht „pausiert“ werden, um die Kosten zu senken.

Systemvoraussetzungen für Anno 1800

Hier kommt nun etwas mehr technisches. Aber vorab möchte ich euch einige Gedanken zur Performance von Anno 1800 mitgeben.

Aus meiner Erfahrung ist Anno 1800 sehr Prozessorlastig konzipiert. Die Menge an Menschen, Schiffen, Handelsrouten und Waren nimmt zu. Daraus resultiert, dass im Hintergrund viele viele Berechnungen durchgeführt werden müssen. Trotz meinem übertakteten Prozessor komme ich im späteren Spielverlauf immer wieder auf eine abnehmende Performance, woran, so meine Vermutung, der Prozessor Schuld trägt.

Offizielle Systemanforderungen

Die Entwickler von Anno geben folgende Systemanforderungen mit:

Quelle: Anno Union

Mein PC-Setup

Fürs Spielen von Anno 1800 verwende ich folgendes Hardware-Setup, mit dem auch die hier dargestellten Screenshots gemacht wurden:

  • Intel Core i5-9600K Prozessor (3,7 GHz, übertaktet auf 4,4 GHz)
  • 48 GB RAM (2666 MHz)
    Update vom 15. April 2020: Mittlerweile spiele ich mit 48 GB RAM (32 GB mehr). Da Anno viele Daten in den Arbeitsspeicher lädt, profitiert man vor allem im späteren Spielverlauf von einer flüssigeren Darstellung. Nach einigen Stunden spielen komme ich auf eine Auslastung von etwa 23 GB.
  • NVIDIA GeForce GTX 1070 Ti (Affiliate Link)
  • 256 GB SSD-Festplatte

Ich habe zuvor mit einer GeForce 1050 Ti (Affiliate Link) gespielt. Mit heruntergefahrenen Grafikeinstellungen (geringere Auflösung, weniger Grafikqualität) ging auch hier das Spielen gut.

Nähere Infos zu meinem PC findet ihr hier.

Meine Anno 1800 Grafikeinstellungen

Generell gilt, dass ich versuche beim Spielen etwa 60 fps (Frames-per-Second) zu erreichen. Das reicht mir als Wert aus. Aktuell spiele ich dafür mit den folgenden Grafikeinstellungen:

Im späteren Spielverlauf, wenn die Menge an Gebäuden und auch der Wuselfaktor stark zunimmt, wird es aber tricky. Dann schaffe ich die 60 fps nur schwer, in manchen Situationen rutschen sie runter auf um die 30.

Die Erweiterungen

Ich liebe die Entwickler von 1800 dafür, dass sie immer wieder Erweiterungen veröffentlichen. Das lässt das Spiel natürlich wachsen und gibt mir das Gefühl, das es immer wieder Neues zu entdecken und zu bauen gibt. Hier nun eine Übersicht der Erweiterungen – inklusive meiner Wertung dazu.

Bei den Erweiterungen wird bei Anno 1800 unterschieden zwischen Spielerweiterungen und kosmetischen Erweiterungen. Hier gehe ich nur auf die Spielerweiterungen ein. Die kosmetischen Erweiterungen sind (bislang) nicht interessant für mich gewesen.

Season 1 – Botanica

Mit dieser Erweiterung kommt ergänzend zum Zoo und dem Museum ein weiteres Gebäude dazu: der Botanische Garten. Statt Tiere und Artefakte werden hier aber Pflanzen ausgestellt.

Ein wundervolles Element von Botanica: Der Musikpavillon. Hier kann man sich verschiedene Klassiker-Songs der letzten Anno-Spiele anhören. Ach wie schön war doch Anno 1400 (träum).

Problematisch ist, dass der Botanische Garten, wie auch der Zoo oder das Museum, zum Ausbau Einflusspunkte braucht. Es wird also zunehmend schwer alle drei Gebäude auszubauen und mit Inhalten zu füllen.

Mein Fazit: Finde ich sehr schön gemacht, wenn ich es als Erweiterung auch etwas klein an Funktionen finde.

Die Passage

Das war echt eine Erweiterung, die mir von der Story her nahe ging. Hier gibt es eine neue Session (Welt), die Arktis. Sie ist wirklich sehr ungastlich, weswegen hier auch kaum Leben möglich ist.

Was die Arktis so spannend macht, sind, neben den neuen Gebäuden und Einwohnern, das Gas. Gas kann hier abgebaut und in die Alte Welt transportiert werden, wo es von Kraftwerken genutzt werden kann. Das coole: Wo herkömmliche Ölkraftwerke Schienen brauchen, holen sich Gaskraftwerke ihr Material direkt aus einem Lagerhaus.

Wundervoll, wenn man seine Stadt nicht komplett umbauen will, um erstmal Gleise zu verlegen.

Mein Fazit: Etwas schwer zu meisternde, aber spannende Erweiterung.

Gesunkene Schätze

Auch Gesunkene Schätze fügt Anno 1800 ein neues Gebiet hinzu: Kap Trelawney. Dazu gibt es eine interessante Geschichte und ein neues System: Taucherglocken. Mit diesen kann man Tiere, Artefakte und mehr aus den Tiefen des Ozeans holen.

Was an Kap Trelawney so toll ist: Es verfügt über die größte Insel, die es in Anno gibt. Hier hat man wirklich wirklich viel Platz, viele Ressourcen und kann sich voll und ganz austoben. Es scheint sinnvoll früher oder später seine Hauptstadt hierhin zu verlegen. Andere Spieler nutzen die Insel aus, um sie zum Zentrum ihrer Produktionen zu machen. Das bietet ebenfalls einige spannende Möglichkeiten.

Mein Fazit: Gelungene und schöne Erweiterung.

Season 2 -Paläste der Macht

Zu Beginn dachte ich mir bei dieser Erweiterung „Wozu?“. Mittlerweile mag ich sie. Mit der Erweiterung ist es möglich seinen eigenen Palast zu bauen und hier Richtlinien zu definieren, die Einfluss auf das Reich haben. So können z.B. Kraftwerke noch leistungsstärker gemacht werden oder zusätzliche Slots in Handelskammern freigeschaltet werden.

Die Erweiterung richtet sich eher an den späteren Spielverlauf, denn der Palast wird erst mit der Stufe „Investoren“ erreichbar – und kostet Unmengen :-).

Mein Fazit: Eine schöne Erweiterung, die im späteren Spielverlauf nochmal für interessante Entwicklungen sorgt.

Reiche Ernte

Mit dieser Erweiterung kommen zwei spannende neue Elemente ins Spiel.

Silos für Tiere

Das eine sind Silos. Bei Silos handelt es sich um Lagerplätze für Tierfutter, das direkt neben den Tierfarmen gebaut wird. Silos geben 100 % mehr Produktivität, verbrauchen jedoch Ressourcen. Das sind:

  • In der Alten Welt Weizen
  • In der Neuen Welt Mais
  • In Enbesa Tef

Traktoren für Felder

Neu sind auch die Traktoren. Wie bei der industriellen Revolution erwartet, dürfen sie nicht fehlen. Wie Silos werden auch Traktorgaragen direkt neben dem jeweiligen Gebäude gebaut. Traktoren benötigen Treibstoff, den sie von einen in der Nähe befindlichen Tankhof erhalten. Dieser wiederum muss mit einem Zug verbunden werden, der regelmäßig Öl liefert. Das Öl wird im Tankhof zu Treibstoff umgewandelt.

Traktoren steigern die Produktivität um 200 %. Dazu lassen sich 50 % mehr Felder anlegen. und ein netter Nebeneffekt: Die Betriebskosten der mit Traktoren ausgestatteten Betriebe sinken um 50 %. Ich liebe diesen Produktivitätsboost und nutze ihn gerne, um die „Kornkammern“ meines Spiels weiter zu verbessern.

Land der Löwen

Diese Erweiterung soll die größte sein, die für Anno 1800 bislang veröffentlicht wurde. Wer dem Spielverlauf etwas folgt wird wissen warum.

Doch, da Bilder mehr als Tausend Wörter sagen, erstmal der Trailer.

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Neue Region: Enbesa

In der neuen Region stößt man auf eine spannende Umgebung. Hier ist nämlich Wasser knapp. Mit verschiedenen Mechaniken muss gearbeitet werden, um die Bevölkerung vor Ort zu versorgen.

Daneben gibt es eine spannende Geschichte, die ich hier aber nicht spoilern möchte :-).

Gelehrte – eine neue Bevölkerungsstufe

Ich liebe an dieser Erweiterung, das sie auch Einfluss auf die „Alte Welt“ hat. Denn hier gibt es nach Durchspielen der Story in Enbesa eine neue Bevölkerungsstufe, die Gelehrten.

Das Forschungsinstitut

Mit den Gelehrten kommt ein spannendes neues Gebäude in die Alte Welt: das Forschungsinstitut. Dieses kann genutzt werden, um neue Gebäude zu erforschen und verschiedene Items.

Season 3 – Speicherstadt

Ich LIEBE die Erweiterung „Speicherstadt“. In dieser wird Anno 1800 nämlich um ein wichtiges Element erweitert: Handel. Der herkömmliche Handel in Anno 1800 beschränkt sich auf das Kaufen der Angebote von NPCs sowie das Verkaufen von Waren. Ebenso ist es möglich Güter auf Import zu stellen, womit sie, wenn NPCs wollen, eingekauft werden. Speicherstadt geht aber einen großen Schritt weiter.

Mit der Speicherstadt (ein erweiterbares Gebäude) wird der Hafenbereich größer. Die Speicherstadt verfügt über verschiedene Gebäudetypen, mit denen z.B. zusätzliche Anlegestellen möglich sind, oder Depots. Was aber die Speicherstadt so besonders macht, ist die Möglichkeit Güter zu tauschen. Je nach Komplexität der Ware sind dabei verschiedene Tauschverhältnisse möglich (für einige Tonnen Champagner bekommt man z.B. über 1000 Tonnen Schweine). Je mehr man von einer Ware exportiert, umso höher wird ihr Tauschverhältnis.

Dieses Handeln macht es möglich sich auf einzelne Güter zu spezialisieren und den Rest zu vernachlässigen. Wer es z.B. schafft große Mengen Zigarren herzustellen, kann diese gegen einfachere Güter (Kleidung, Fisch, Wurst) eintauschen. Das erlaubt ganz neue Logiken beim Gestalten der Produktionsgebäude.

Reisezeit

In „Reisezeit“ geht es um den Tourismus. Neue Gebäude, die Hotels, sind möglich. Ebenso Restaurants, Bars und manch andere Gebäude kommen dazu. Die Touristen brauchen diese, um sich auf der Insel wohl zu fühlen und, wie sollte es anders sein, Geld dazulassen.

Touristen sind keine wirkliche Bevölkerungsgruppe. Sie arbeiten nicht, können nicht befördert werden. Es braucht aber eine gewisse Menge von ihnen, damit z.B. Restaurants performant laufen können.

„Reisezeit“ bringt auch die Rezepte-Logik mit sich. Wo sonst Waren in einem Produktionsgebäude landeten, verarbeitet und dann das fertige Gut gehandelt werden konnte, sind z.B. Reisezeit gleichzeitig Verarbeitet und Verteiler von Mahlzeiten. Es reicht dann also nicht länger nur einen Marktplatz zu haben, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu erfüllen.

Eine schöne Erweiterung, die ein paar interessante Spielmechaniken mit sich bringt.

Dächer der Stadt

In dieser Erweiterung geht es hoch hinaus. Herkömmliche Häuser von Ingenieuren und Börsenmaklern schießen in die Höhe und lassen sich in mehreren Stufen zu Hochhäusern ausbauen. Diese Hochhäuser bringen dabei einiges an Kosten mit sich, bringen aber auch Gewinne ein, wenn die Rahmenbedingungen passen. Dazu gehört z.B. die Panoramaaussicht. Verdecken andere Hochhäuser die Sicht, ist der Wert schlecht.

Mit „Dächer der Stadt“ beschäftigt sich Anno 1800 auch mit Einkaufspassagen und neuen Produktionsketten. So kommen z.B. Staubsauger und Toaster in die Märkte und haben interessante Effekte auf Gebäude, die damit beliefert werden.

Auch gibt es in „Dächer der Stadt“ ein Monument, den Skyline Tower. Und auch hier eine spannende Story mit Theodora.

Reich der Lüfte

Auf die Erweiterung bin ich sehr gespannt. Sie soll am 20. September veröffentlicht werden und integriert Zeppeline.

Aufstieg der neuen Welt

Die Erweiterung ist für Ende 2022 geplant. Noch ist darüber nicht viel bekannt. Es wird aber vermutlich darum gehen, dass die neue Welt eine neu Bevölkerungsstufe und damit neue Gebäude und einiges mehr erhält. Ich freu mich drauf :-).

Tipps zu Anno 1800

An dieser Stelle sammle ich verschiedenste Tipps, die ich mit der Zeit in Anno 1800 entdeckt habe. Fehlt noch etwas? Hinterlasst gerne eure heißen Spiele-Tipps als Kommentar!

Tipps zu Expeditionen

Expeditionen sind in Anno 1800 eine tolle Möglichkeit, um an neue Items zu kommen. Dabei wird zwischen verschiedenen Expeditionstypen unterschieden. Sie bringen Spezialisten, Kulturgüter oder auch wertvolle Handelsgüter sowie Tiere und Pflanzen mit sich.

Damit eine Expedition gut gelingt, lohnt es sich einige Tipps zu beachten.

  • Anforderungen anschauen: Jede Expedition bringt Anforderungen mit sich. Schaut euch die Anforderungen genau an und wählt entsprechende Elemente für die Reise.
  • Schiffe mit viel Platz nutzen: Während z.B. das Flaggschiff nur 3 Plätze hat, kann ein Frachtschiff schon 6 aufnehmen. Ideal, um gut ausgerüstet in eine Expedition zu starten.
  • Items mitnehmen: Neben Handesgütern sind Items eine tolle Möglichkeit, um auf die Expeditionsanforderungen einzugehen. So bringen manche Spezialisten eine starke Redegabe mit sich, während andere Kampfkraft liefern. Es lohnt hier auf legendäre oder seltene Spezialisten zu setzen.
  • An Nahrungsmittel denken: Deine Besatzung braucht Nahrung. Auch, wenn diese keinen Vorteil für die Anforderungen mit sich bringt, sollte daher immer Nahrung mitgenommen werden. Das sorgt dafür, dass die Moral der Expedition langsamer aufgebraucht wird.
  • Die Vorteile des Schiffs nutzen: Es gibt Expeditionen, bei denen z.B. Navigation gefragt ist. Hier macht es Sinn direkt ein Schiff zu wählen, dass stark im Bereich Navigation ist. Damit ist man auf einen Aspekt der Expedition bereit vorbereitet.
  • Schwierigkeitsgrade beachten: Expeditionen haben verschiedene Schwierigkeitsgrade und dauern damit länger oder haben schwierige Ereignisse. Schiffe, die nicht so gut vorbereitet sind, sollten daher keine allzu schweren Expeditionen angehen.

Tipps zum flüssigeren Spielen von Anno 1800

Nach einigen Stunden merke ich bei meinem oben erwähnten Spiele-Setup, dass Anno 1800 an Leistung verliert. Das Spiel läuft dann nicht mehr so flüssig und macht leider weniger Spaß.

Ich habe einen Workaround gefunden, der recht gut funktioniert: Alleine spielen!

Wenn ihr Anno 1800 spielt, weil ihr Freude daran habt Produktionsketten aufzubauen, ein großes Handelsreich aufzubauen und die Bevölkerung wachsen zu sehen, können euch weitere Computer-Mitspieler nur Platz wegnehmen – und Leistung. Denn jedes Schiff, dass sich bewegt, jeder Handel, jede Inselentwicklung muss in Echtzeit berechnet werden. Das nimmt viel Leistung des Prozessors in Anspruch, was sich beim Spielen bemerkbar macht.

Neben Mitspielern deaktiviere ich auch gerne bei der Auswahl der Parteien die Piraten. Das Spiel ist damit vom Spielgefühl her anders, ja. Aber ich spiele es so lieber, da ich hierbei mehr entspannen und in die Planung meiner Spielwelt eintauchen kann, ohne an Verteidigungsanlagen und eine militärische Flotte zu denken.

Daneben macht es, wie bei allen Spielen Sinn, an den Grafikeinstellungen zu arbeiten und zu schauen, auf was man verzichten kann. Wer etwas Geld in die Hand nehmen möchte, kann nach dem aktuellen „Bottleneck“ schauen, also der Hardwarekomponente, die für unzureichende Performance verantwortlich ist. Das war bei mir irgendwann der zu geringe Arbeitsspeicher, aktuell ist es der Prozessor, der die Spielleistung begrenzt.

Hinweis:

Meine liebsten Handelskammer-Items

Items für die Handelskammer sind eine wertvolle Sache und sollten nicht unterschätzt werden. Ich nutze sie vor allem dort, wo sie Verbrauchsgüter ersetzen. So gibt es z.B. Items, die bei der Produktion von Mänteln statt Baumwolle (das umständlich aus der Neuen Welt importiert werden muss) herkömmliche Wolle aus der Alten Welt verwenden. Das erlaubt es die Produktion hochzuskalieren. Kleiner Bonus: Madame Kahina kauft Mäntel zu einem guten Preis an.

Übersicht zu den Updates

Update 1 (25. April 2019)

Der erste Patch für Anno 1800 wurde bereits recht zeitnah nach dem Spiel-Start veröffentlicht. Er beinhaltet einige Fixes und sorgt für Ausgleich im Gameplay. Weitere Infos dazu gibt es in dem dazugehörigen Beitrag.

Update 2 (15. Mai 2019)

Mit dem zweiten Patch werden einige Quality-of-Life-Verbesserungen vorgenommen. Damit soll es Spielern möglich werden, auch bei besonders lang andauernden Spielen weiterhin Freude zu haben. Weitere Infos dazu finden sich in dem dazugehörigen Beitrag.

Update 3 (5. Juni 2019)

Hier wird das DLC „Der Anarchist“ eingeführt. Daneben gibt es einige Verbesserungen im allgemeinen Spiel.

Update 4 (30. Juli 2019)

Das DLC „Gesunkene Schätze“ wird veröffentlicht. Daneben wurden einige Verbesserungen im Spiel vorgenommen, so z.B. eine Optimierung der Belohnungen bei Expeditionen.

Update 5 (10. September 2019)

Das neue DLC Botanica wird unterstützt. Ebenso werden integriert:

  • Wechsel zwischen Tag und Nacht
  • Neue Plazaböden

Update 6 (10. Dezember 2019)

„Die Passage“ wird als DLC unterstützt. Mit dabei sind:

  • Multiplayer-Modus bis zu 16 Spieler
  • Detaillierte Statistiken sind nun verfügbar
  • Neue Benchmark-Funktion verfügbar, mit der sich die Leistung des Computers zum Spiel messen lässt.
  • Einführung des Multi-Copy-Tools, mit dem sich Farmen mit Feldern und Modulen kopieren lassen.

Daneben gibt es einige weitere Optimierungen.

Update 7 (19. März 2020)

Hier wird das DLC „Paläste der Macht“ veröffentlicht. Daneben:

  • Einführung von Schwierigkeitsgraden, was beeinflusst, wie viel Einflusspunkte man hat.
  • Güter können blockiert werden
  • Bessere Übersicht bei den DLCs

Update 8 (2. Juni 2020)

Das DLC „Reiche Ernte“ wird veröffentlicht. Ebenso gibt es:

  • Balance-Optimierungen
  • Verbesserungen im Statistik-Bereich
  • Eine zusätzliche Verbesserung für Kontore und Lagerhäuser
  • Strommasten lassen sich ausblenden
  • Die Skins (Designs) von Schiffen und Zügen lassen sich im Spiel verändern
  • Allgemeine Fehlerbehebung

Update 12 (31. August 2021)

Das DLC „Dächer der Stadt“ wird aktiv. Ebenso:

  • Neue Items (speziell für „Dächer der Stadt“ und „Reisezeit“)
  • Die Kontor-Ansicht kann nun vergrößert werden, indem sich ein Element der UI einklappen lässt
  • Bus-Skins werden eingeführt
  • Highscore-Bildschirm wird eingeführt
  • Einige Balance-Optimierungen (z.B. schnelles Einziehen in Hotels sowie die Möglichkeit Mais in der Speicherstadt zu importieren)

Update 13 (14. Dezember 2021)

Das DLC „Bunter Anstrich“ wird veröffentlicht. Daneben wird ein neuer Spielmodus (Green Game Jam).

Hinweis zu weiteren Updates

Die Liste mit Updates wird nicht fortgeführt, jedoch die Liste an Erweiterungen. Für eine Übersicht der Updates besucht den Anno-Union-Blog.

Wie fühlt es sich an Anno 1800 zu spielen?

In einem Wort? Gewaltig.

Anno 1800 hat es wirklich gut geschafft mir dabei zu helfen, mich komplett in dem Spiel zu verlieren. Ich kann wirklich lange spielen und bekomme zwischendurch die sympathische Erinnerung daran, nach 2 Stunden Spielzeit vielleicht mir einmal Zeit für einen Kaffee zu nehmen (was ich dann gerne beherzige).

Was ich sehr liebe, sind die Details. Ich ertappe mich dann und wann, dass ich mit der Bevölkerung der jeweiligen Insel sympathisiere („Die Armen hart arbeitenden, ich versorge sie zumindest mit Whiskey als Ausgleich“).

Anders als andere Spiele, kann man in Anno 1800 ja tatsächlich stundenlang an nur einem Spiel sein. Wer schon mehr als 8 Stunden an einem Spiel sitzt, kennt bald die Karte auswendig, beginnt große Pläne zu machen und diese entsprechend umzusetzen.

Für mich hat sich Anno 1800 definitiv gelohnt. Vielleicht ja auch für dich.

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