Das Hobby Sightseeing – Erklärung und Tipps

Sightseeing ist ein tolles Hobby, das Millionen von Menschen bewusst oder unbewusst leben. Es lädt dazu ein sich mit seinem Umfeld zu verbinden, mehr über es zu erfahren und mehr zu verstehen. Horizonterweiterung. Hier gebe ich ein paar Tipps und Erklärungen zu dem Hobby.

Was ist Sightseeing?

Der Begriff Sightseeing stammt aus dem Englischen und setzt sich aus den Begriffen „Sight“ (übersetzt: Sehenswürdigkeit) und „Seeing“ (übersetzt: Sehen) zusammen. Es bedeutet sich Sehenswürdigkeiten anzusehen. Plant jemand in London etwas Sightseeing, meint er damit sich einige Sehenswürdigkeiten der Stadt anzusehen.

Einige Menschen haben Sightseeing als Hobby. Sie planen regelmäßig Reisen zu Orten, an denen sie sich etwas anschauen können. Das kann z.B. folgendes sein:

  • Dämme
  • Denkmäler
  • Flüsse
  • Galerien
  • Kirchen
  • Marktplätze
  • Museen
  • Paläste
  • Seen
  • Stadtmauern
  • Strände

Sightseeing lässt sich gut mit einem Urlaub verbinden, aber auch mit Geschäftsreisen. Tages- oder Wochenendausflüge eignen sich ebenfalls gut dafür.

Meine Art von Sightseeing

Ich bin jemand, der gerne Neues lernt. Dann und wann genieße ich es daher in neuen Städten oder Regionen unterwegs zu sein und die jeweiligen Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Ein paar schöne Erinnerungen habe ich z.B. an:

  • Florenz
  • Paris
  • Rothenburg ob der Tauber und
  • San Gimignano

Ich bin weniger eine Person, die fürs Sightseeing einen Tag durchplant und überlegt, was sie alles in dem Zeitraum sehen will. Eher fahre ich an einen Ort und bin dort spontan unterwegs, was natürlich einige Nachteile, aber auch Vorteile hat.

Was ich am Sightseeing besonders lebe: Individuelle und einzigartige Erfahrungen. Deswegen bin ich auch kein Freund von Schiff- oder Bustouren, bei denen immer das gleiche erzählt wird.

Die richtige Ausstattung fürs Sightseeing

Sightseeing bedeutet in der Regel viel auf den Beinen zu sein und viel zu sehen. Das braucht eine passende Ausstattung.

Passende Schuhe für blasenfreies Gehen

Meistens wird beim Sightseeing viel gegangen. Daher ist es gut auf ein gutes Schuhwerk zu achten. Das sollte auch der jeweiligen Umgebung angepasst sein. Geht es eher durch die Natur, wie z.B. bei einem Weinberg, ist robusteres Schuhwerk sinnvoll. Bei dem Besichtigen einer Stadt können bequeme Sportschuhe eine gute Wahl sein.

Wer Blasen, Schmerzen und Frust verhindern will, sollte die Schuhe schon im Vorfeld testen. Das geht z.B. bei einer längeren Wanderung über einige Stunden. Besonders neue Schuhe sind eine Gefahr, da sie sich erst an den Fuß anpassen müssen.

Die richtige Ausstattung für Fotos und Videos

Sightseeing bedeutet für viele Menschen nicht nur etwas Neues zu sehen und zu lernen, sondern ebenso Erinnerungen zu schaffen. Da hilft es auch dann und wann ein Foto oder Video zu machen. Für einen selbst oder zum Teilen mit Freunden und Bekannten.

Je nachdem wie wichtig dieser Punkt für einen ist, sollte man an die passende Ausstattung denken. In der Regel wird es das Handy sein, vielleicht aber auch eine professionelle Kamera. Im ersteren Fall ist an eine Powerbank* zu denken, da Video- und Fotoaufnahmen dem Akku des Smartphones zusetzen. Wird dann noch immer wieder die Karten-App verwendet, bedeutet das zusätzliche Belastung.

Wer dann noch die perfekte Halterung für die gutsucht, findet passend dazu Selfie-Sticks*.

Gut gepackt: Gepäck zusammenstellen

Es empfiehlt sich beim Sightseeing einen Rucksack mit dabei zu haben. Wie viel Volumen dieser haben sollte? Das hängt davon ab, was man alles mitnehmen möchte. So wird man z.B. bei höheren Temperaturen mehr Wasser trinken, als bei niedrigen Temperaturen. Bei sehr schwankenden Temperaturen wäre es gut, Schichten ablegen oder zulegen zu können. Kinder oder Partner können das benötigte Volumen erhöhen.

Mein Tipp: Startet erstmal mit dem, was ihr habt und legt euch dann, wenn ihr euren Bedarf kennengelernt habt, einen passenden Rucksack* zu.

Was in eurem Gepäck drin sein könnte:

  • Trinken (einfaches Wasser ist meist eine gute Wahl)
  • Snacks (weniger salziges, dafür gerne z.B. Obst oder der eine oder andere Riegel)
  • Bargeld (in einigen Lokalen wird keine Kartenzahlung akzeptiert)
  • Passende Kleidung (angepasst ans Wetter oder an den jeweiligen Sightseeing-Ort)
  • Bei starker Sonne: Sonnenschutz

Sightseeing planen

Es kann mächtig in die Hose gehen Sightseeing planlos zu statten. Im schlimmsten Fall ist eine der Sehenswürdigkeiten geschlossen oder aber das Wetter so mies, dass man die Zeit nicht genießen kann. Etwas Vorbereitung sollte daher drin sein. Ich schreibe bewusst etwas, da ich selbst z.B. gerne eher spontan in Orten unterwegs bin. Ist mir z.B. aber ein Museum oder eine Tour besonders wichtig, recherchiere ich zuvor dazu.

Recherche zu Beginn: „Was will ich sehen und was erleben?“

In der Regel ist Sightseeing mit einem Ort verbunden. Man ist z.B. für einige Tage in Paris, besucht vielleicht Rothenburg ob der Tauber oder aber San Gimignano. Das grenzt die zu betrachtenden Sehenswürdigkeiten bzw. Erlebnisse ein. „Einfach drauf los“ kann funktionieren und Spaß machen. Es kann aber auch Frust und Traurigkeit hinterlassen, wenn man auf dem Heimweg merkt, dass ein Highlight der Stadt oder Region vergessen wurde.

Daher mein Tipp: Schaut euch vorher die Region oder die Stadt an, zu der ihr reist und stellt euch eine Liste der Highlights zusammen, die ihr sehen wollt.

Einen Zeitplan erstellen

Nein, ihr braucht eure Sightseeing-Touren nicht minutiös zu planen. Aber drei Faktoren sollten drin sein:

  • Die ungefähre Dauer an Orten, die ihr besucht oder Ereignissen, an denen ihr teilnehmt.
  • Gebuchte Touren und andere Dinge, die an Zeiten gebunden sind.
  • Die ungefähre Zeit, die ihr zum Reisen von A nach B braucht.

Besonders der letzte Punkt ist wichtig. Dazu gehört auch sich zu überlegen, wie man von A nach B kommt. Per Taxi? Über die öffentlichen Verkehrsmittel? Mit Fahrrad? Roller? Zu Fuß?

Stellt euch so einen groben Plan zusammen und plant dabei ganz viel Puffer ein. Sightseeing macht nämlich wenig Spaß, wenn man gestresst im Laufschritt durch die Straßen läuft.

Geführte Touren

Beim Planen spielen geführte Touren eine Rolle. Diese beziehen sich auf einzelne Sehenswürdigkeiten (z.B. eine Führung durch Notre Dame) oder Städte (z.B. eine Stadttour durch Berlin).

In manchen Fällen sind geführte Touren Gold wert. In anderen eher mau. Hier macht es Sinn zu schauen, worüber man tatsächlich mehr wissen will und was sich vielleicht in paar Minuten bei einer Internetrecherche beantworten lässt.

Bedenkt bei geführten Touren, dass diese in der Regel an Zeiten gebunden sind.

Städte- und Museum-Apps

Einige Städte und Museen haben passende Apps entwickelt. So gibt es z.B. für Rothenburg ob der Tauber die App Rothenburg App der Tauber (ein schönes Wortspiel ;-)). Diese beinhaltet unter anderem einen Stadtplan mit allen markierten Sehenswürdigkeiten, bietet Infomaterial zu den Orten an und begeistert mit einigen weiteren Inhalten. Auch Museen bieten manchmal passende Apps an, die während des Besuchs Orientierung und Infos bieten.

Sightseeing-Regeln vor Ort bedenken

Es gibt einige Sehenswürdigkeiten, bei denen man Regeln beachten sollte. Diese sind meist selbstverständlich, ein paar Beispiele:

  • Leise sein in Kirchen, Bibliotheken oder ähnlichen Orten.
  • Verzicht auf Blitzlicht bei Gemälden.
  • Bedeckung der Schultern bei manchen religiösen Einrichtungen.

Besonders in anderen Kulturen (z.B. Ägypten) sollte man sich entsprechend informieren, um negatives Auffallen zu vermeiden.

Vor Ort: Das meiste aus dem Sightseeing rausholen

Ok, du bist vor Ort bei der Sehenswürdigkeit. Was nun? Ein paar Tipps dazu.

Flexibel bleiben

Sightseeing macht einfach keinen Spaß, wenn man sich haargenau an den Plan hält. Hinzu kommt, dass es Faktoren gibt, die man nicht einplanen kann (z.B. ist kein Taxi zu finden, der Bus fällt aus oder man muss eine halbe Stunde länger als geplant auf den Einlass warten). Flexibilität ist daher wichtig.

Schau immer wieder, was wann Sinn macht. Du siehst ein tolles Lokal, dass dich anlächelt? Dann zieh die Mittagspause vor. Eine Sehenswürdigkeit ist viel spannender als gedacht? Dann lass dir vor Ort mehr Zeit.

Erinnerungsstücke, ja oder nein?

Kühlschrankmagneten, Schlüsselanhänger gibt es bei vielen Sightseeing-Fans. Aber da man im Laufe seines Lebens viel sehen wird, macht ihre Anschaffung nicht immer Sinn.

Mein Tipp: Investiere in Erinnerungsstücke, die nicht anstauben. Das können z.B. Fotos oder Videos sein, aber auch Nahrungsmittel, Getränke oder auch Alltagsgegenstände. Ein paar Beispiele:

  • Florenz: Bring italienische Kaffeebohnen mit oder kaufe (falls du künstlerisch begabt ist) echte italienische Farbe.
  • Paris: Ein französischer Wein oder Käse?
  • New York: Geh in einen Buchladen und such dort nach einem Roman über die Stadt.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Findest du etwas, das zwar anstaubt, aber dir wirklich Freude macht, dann nimm es mit. Das kann z.B. eine Schneekugel, ein Bild oder eine kleine Statue sein.

Genieße das Einmalige!

Wahrscheinlich haben die Tour, die du im Kölner Dom machst, schon Tausende vor dir gemacht. Tausende werden sie nach dir machen. Was kannst du also tun, damit es nicht eine auswechselbare, sondern individuelle und einmalige Erfahrung wird?

Hier ein paar Tipps:

  • Stelle Tour-Führern außergewöhnliche Fragen
  • Sprich mit den Menschen vor Ort über persönliche Themen
  • Schau dir Details von Sehenswürdigkeiten an, die andere vielleicht übersehen.
  • Beobachte die Menschen vor Ort.

Ich erinnere mich an paar Situationen, die einmalig waren und Sightseeing für mich zu einer schönen Erinnerung gemacht haben. Aber ich weiß auch bei manchen Orten gewesen zu sein, zu denen ich (eben weil sie so normal waren) so gut wie keine Erinnerung habe.

„Ist Sightseeing ein Hobby für mich?“

Es hängt davon ab ;-).

Sightseeing kann man sehr verschieden ausleben. Eine Grundvoraussetzung ist aber, dass man es dann und wann mag aus dem Haus zu gehen und auch mal längere Reisen auf sich zu nehmen (wobei auch das nicht immer stimmt, da manche Regionen wirklich viel zu bieten haben). Mein Tipp: Probier es einfach mal aus. Öffne im Internet eine Karte für deine Region und schau dir an, was es für Sehenswürdigkeiten so gibt.

Ich wünsche viel Spaß dabei!

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