Lego für Erwachsene – ich berichte von meinem Hobby

Ich liebe Lego. Ich meine, warum auch nicht? Die Welt der kleinen Steine erlaubt es dir alles nur erdenkliche zu bauen. Was gerne als Kinderspielzeug verkauft wird, ist für viele Männer (und Frauen) der große Traum. Ich möchte euch etwas von meinem Hobby erzählen und zeigen, wie es so ist, wenn man Lego als Erwachsener sammelt.

Zugegeben: Es war schon ein komisches Gefühl, als ich mit knapp 25 Jahren wieder Lego-Sets zusammenbaute. Als Kind hatte ich das letzte Mal damit gespielt, hatte aber nie die große Sammlung gehabt. Zu teuer waren die Sets und irgendwie war ich damals bei Playmobil hängen geblieben.

Aber Lego-Sets zu bauen ist… für mich fast schon etwas wie Meditation. Ich werde ruhig, entspanne mich, baue einen Stein nach dem anderen auf und blättere von einer Seite der Anleitung zur nächsten (ja, ich bekenne mich schuldig: Ich baue Lego nach Anleitung).

Aber wie genau sieht Lego als Hobby aus?

Eine Grundsatzentscheidung: Baust du nach Anleitung oder bist du kreativ?

Wie dein Lego-Hobby als Erwachsener aussehen kann, hängt stark davon ab, wie du mit Lego umgehst. Ich bin jemand, der nach Anleitung baut und damit voll zufrieden ist. Für andere wäre das grauenvoll. Sie wollen einfach eine Kiste mit allen möglichen Lego-Teilen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Bei mir klappt das nicht, was für mich aber auch OK ist.

Du kannst also entscheiden:

  • Baust du Lego nach Anleitung?
  • Baust du Lego kreativ nach Lust und Laune?

Lego nach Anleitung: Schritt für Schritt ans Ziel

Ich bin jemand, der es genau und gut mag. Ich sehe ein Lego-Set und denke: „Ja, das will ich bauen und bei mir stehen haben!“. Und eben weil ich so denken, ist der Prozess vom Interesse für ein Lego-Set bis zur Fertigstellung immer recht ähnlich. Ich kaufe es mir, räume den Wohnzimmeresstisch leer und sortiere die einzelne Tüten. Dann geht es ans große Bauen. Ein Schritt nach dem anderen. Eine Seite nach der anderen.

Bei manchen Sets kann das auch mal etwas monoton werden (z.B. wiederholen sich bei Nya’s Wasser-Walker die vier Beine recht ähnlich), aber mich macht es unglaublich zufrieden zu sehen, wie die einzelnen Steine zusammenkommen und nach und nach zu etwas Großem zusammenwachsen.

Von all meinen Lego-Sets hab eich für die Steine-Bank am längsten gebraucht. Sie hab ich während eines Weihnachts-Sales bei Lego erworben. Das Set steht bis heute bei uns, wunderschön detailreich.

Wie ich als Erwachsener an Lego kam

Für alle, die sich für meine Geschichte interessieren, hier ein kurzer Ausflug. Ich habe in Vergangenheit immer die Angewohnheit gehabt, mir ein Hobby mit „Sinn“ zu suchen. Sprich, ein Hobby, das irgendwas produktives mit sich bringt. Gärtnern war notwendig um den Garten hübsch zu haben, an Webseiten bauen sollte Besucher und Einnahmen generieren, auch etwas wie Kochen war notwendig, immerhin will regelmäßig gegessen werden. Ich suchte also ein zweckfreies Hobby.

Lego ist, sieht man es aus der Sicht eines Erwachsenen, ein zweckfreies (Achtung: nicht sinnloses) Hobby. Eines, das weder Geld bringt (eher Geld kostet) noch sonst irgendwelche sichtbaren Vorteile mit sich bringt. Etwas anderes ist es, wenn man mit Lego Geld verdienen will. Dann spreche ich aber weniger von Hobby, mehr von Arbeit.

Es fing alles damit an, dass ich mir einige einzelne Figuren kaufte, die ich total cool fand. Bald schon sah ich mich nach für mich interessanten Sets um und begann zu kaufen, zu bauen, zu sammeln und ja, ich will ehrlich sein, manchmal auch zu spielen.

Besonders zu Beginn viel es mir dabei schwer so viel Geld für Lego auszugeben (Lego-Sets sind nicht günstig), wobei es ja doch keinen wirklichen Gewinn (Erwachsenendenken) dabei gab. Manchmal versuchte ich alles zu rechtfertigen mit „Lego-Sets gewinnen an Wert und lassen sich später gewinnbringend verkaufen“. Aber das war mehr eine Ausrede, als der wirkliche Grund. Der wirkliche Grund war: Ich liebte es Stück für Stück die detailreichen Sets aufzubauen, tolle Funktionen zu entdecken und mir später die Kunstwerke im Schrank anzusehen.

Lego sammeln, spielen, handeln oder einfach nur zusammenbauen

Wie genau dein Lego-Hobby aussehen kann, hängt allein von dir ab. Klar kannst du einfach nur Lego-Sets kaufen und zusammenbauen, kannst auch eigene Entwürfe erstellen und auf Basis derer mit individuellen Steinen Stein für Stein bauen. Ein Projekt das gut zeigt wie gewaltig das werden kann, hatte ich vor einiger Zeit in einem Forum gefunden. Der Lego-Wasserfall ist beeindruckend.

Du kannst aber es auch wie ich machen und einfach nur gekaufte Lego-Sets zusammenbauen. Mir macht das Spaß auch, wenn es weniger kreatives Denken braucht.

Lego als Wertanlage zum Handeln

Ein Stück weiter geht es, wenn du Lego nicht so sehr als Spiel siehst, sondern als Wertanlage. Es gibt einige Beispiele, die zeigen, wie massiv Lego-Sets an Wert zulegen können. So wird z.B. der Star Wars MTT heute für um die 140 Euro verkauft. Das Set wird nicht mehr hergestellt hat beim Verkauf in 2014 aber nur 100 Euro gekostet. Eine Wertsteigerung von 40 % kann sich sehen kann.

Spannend wird es dann bei besonders großen und stark beliebten Sets. Hier sind vierstellige Beträge „normal“.

Lego ist kein sicheres Anlagegut. Daher gilt, wie immer, wenn irgendwo Geld investiert wird, Vorsicht und Aufmerksamkeit.

Der Hulkbuster, als großer Marvel-Fan für mich ein MUSS :-).

„OK, wo fange ich an?“

Du bist Lego-begeistert? Dann legen wir mal los :-). Ich erzähle dir wie ich angefangen habe, vielleicht ist der Weg auch etwas für dich.

Ich fing damals an, indem ich mir 3 Sets kaufte, die ich toll fand und bei denen ich dachte „Wenn ich die baue, werde ich Spaß daran haben“. Dabei habe ich auf den Preis geachtet und mir Sonderangebote rausgesucht (einige Unternehmen, wie z.B. Galeria Kaufhof, führen regelmäßig Rabattaktionen auf Lego-Produkte mit um die 20 % Nachlass. Das rechnet sich. Aber Achtung: Manche Produkte sind Exklusiv nur im Lego-Shop erhältlich. Hier gibt es nur wenige Rabatte). Meine ersten Sets waren:

Bis heute liebe ich den AT-TE, er ist einer der liebsten in meiner überschaubaren Sammlung. Das Set „Batcave-Einbruch“ hab ich verkauft, es hat mir aufgestellt doch nicht so gut gefallen. Das Zusammenbauen dafür umso mehr.

Wenn es die Finanzen hergaben bin ich so weiter vorgegangen: Sets gesucht, die mir gefallen haben, nach einem guten Angebot Ausschau gehalten und gekauft.

Dabei hab ich mich auch dann und wann an gebrauchte Sets gewagt und so z.B. den ersten Lego-Hulkbuster und die erste Lego-Version der Milano erworben. Letztere steht stolz im Wohnzimmer über unserm Bücherregal:

Vielleicht fang ihr ähnlich an, vielleicht aber auch erstmal mit Mini-Figuren oder Sammlungen von verschiedenen Steinen, mit denen ihr dann anfangt zu bauen. So oder so: Ich wünsche euch viel Freude daran!

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