Kochen mit Hello Fresh: So geht’s

Schon seit einigen Monaten nutzen wir Hello Fresh und kochen damit von Daheim. Hier erkläre ich euch, wie ihr auf diese Art und Weise eurem Hobby „Kochen“ nachgehen könnt und was euch dabei an Kosten erwartet.

Wie Hello Fresh funktioniert

Hinter Hello Fresh steckt ein Unternehmen aus Berlin, dass sogenannte Kochboxen verschickt. Diese beinhalten, anders als Lieferdienste, nicht fertige Gerichte, sondern lediglich die Zutaten dafür.

Klingt komisch? Hat aber einen tollen Vorteil: Man genießt frisches Essen! Es ist tatsächlich vergleichbar damit, das man sich Zuhause ein Rezept auswählt und dann dafür im Supermarkt einkauft, um es am nächsten Tag zu kochen.

Wer Kunde bei Hello Fresh wird, folgt in seinem Alltag folgendem Tag:

  1. Man definiert, an welchem Wochentag man seine Kochbox bekommen will
  2. Man legt fest, welches Gericht man (aus einer Auswahl, die Hello Fresh jede Woche neu erzeugt) kochen will.
  3. Ebenfalls wird festgelegt, wie viele Portionen man für jedes Rezept haben will.
  4. Hello Fresh packt die Kochbox mit den jeweiligen Zutaten und dem dazugehörigen Rezept und schickt es zu.

Sobald die Kochbox von Hello Fresh angekommen ist, kann man mit dem Kochen beginnen.

Unsere Geschichte mit Hello Fresh

Unsere Geschichte mit Hello Fresh begann schon vor mehr als einem Jahr. Wir fanden über Freunde oder Werbung immer wieder Gutscheine für Hello Fresh. Wirklich losgehen sollte unsere Reise mit den Kochboxen jedoch erst einige Monate später.

Meine Frau war von Hello Fresh besonders angetan und so wagten wir die erste Bestellung. Dank Gutscheinen und Rabattaktionen für Neukunden war diese besonders günstig.

Was vor einigen Monaten begann, hat sich heute (abgesehen von einigen Pausen wegen Urlaub & Co) erstaunlich konsequent durchgezogen.

Und so ist es mit Hello Fresh zu kochen

Beim Kochen mit Hello Fresh ist einiges anders, als beim herkömmlichen Kochen. Ob man das als Vor- oder Nachteil auslegt, ist individuell zu interpretieren.

Es beginnt beim wöchentlichen Auswählen der Rezepte. Hier entscheidet man sich für die Gerichte, die man demnächst kochen will. Wenn ich mich nicht irre setzt Hello Fresh dabei seinen Fokus auf saisonale Zutaten. Damit grenzt man die Auswahl an möglichen Gerichten ein und schafft einen positiven Einfluss auf die Umwelt.

Ergänzend zu den Gerichten gibt es besonders große Festpakete (z.B. ein ganzes Hühnchen), Desserts und ähnliches. Diese kosten dann aber auch ein paar Euro extra.

Sobald man das Paket von Hello Fresh erhält, geht man folgende Schritte durch:

  1. Auspacken: In der Kiste von Hello Fresh sind die Zutaten für die jeweiligen Rezepte in einzelne Papiertüten sortiert. Diese haben einen Aufkleber mit einer Nummer, zu dem ein ebenfalls nummeriertes Rezept gehört. Neben den Papiertüten gibt es einen (Papier?)Sack, der die gekühlten Lebensmittel (z.B. Fleisch) beinhaltet. Ebenfalls ausgepackt werden die Rezepte.
  2. Rezept auswählen: Es geht los! Man wählt sein erstes Rezept zum Kochen aus. Hello Fresh liefert in der Regel mit den Rezepten auch Empfehlungen, was an welchem Tag gegessen werden sollte.
  3. Kochen: Hierfür packt man die Tüte zu dem Rezept aus, ebenfalls die gekühlten Lebensmittel.
  4. Essen: Das spricht für sich 🙂

Hello Fresh und Thermomix – wie geht das?

Wir sind nicht sehr kochbegeistert. Daher war unser erster Schritt zu einem gesünderen und vielfältigeren Speiseplan die Anschaffung eines Thermomix.

Hello Fresh kommt hier entgegen und bietet tatsächlich Rezepte an, die speziell für Thermomix-Besitzer ausgelegt sind. Von meinem Gefühl her sind diese nicht so stark auf das Gerät optimiert, wie die Rezepte von Thermomix selbst. Doch erleichtern sie dennoch einiges an Arbeit.

Geld sparen mit Hello Fresh?

Wie Leser von anderen Artikeln auf JbeH wissen, liebe ich Zahlen. Es war daher naheliegend, dass ich mich nach den ersten Bestellungen hinsetzte und anfing auszurechnen, um wie viel Hello Fresh teurer oder günstiger gegenüber unserem herkömmlichen Einkauf war.

Für alle, die meine Begeisterung für Zahlen teilen – weiterleisen! Der Rest kann zur nächsten Überschrift springen.

Hello Fresh erlaubt es zwischen verschiedenen Portionsgrößen und Mengen an Gerichten zu wählen. Wir begannen mit folgender Einstellung:

  • 2 Portionen pro Gericht
  • 3 Gerichte insgesamt
  • + 4,99 Euro Versand
  • = 39,24 Euro

Daraus folgt, dass eine Portion 5,71 Euro entspricht. Wesentlich günstiger als Essen gehen. Aber auch günstiger als einkaufen? Wie so häufig gilt: Es hängt davon ab.

Beim Nachrechnen eines Gerichts stellten wir fest, dass wir bei ähnlichen Zutaten einige Cent weniger bezahlt hätten. Hinzu kommt, dass wir uns den Versand sparen würden (dafür aber natürlich Spritkosten zahlen müssten und nicht den Komfort hätten, die Zutaten bis vor unsere Haustür geliefert zu bekommen).

Was uns aber auffiel war, dass wir gegenüber den Zutaten von Hello Fresh im Supermarkt häufig zu günstigeren Produkten gegriffen (z.B. Nudeln für 1,50 oder 1 Euro / Packung) oder auf einige besondere Zutaten verzichtet hätten. Damit steigt die Differenz von dem Preis pro Portion von Hello Fresh gegenüber dem Selbst einkaufen.

Wir nutzten aber irgendwann einen kleinen Trick, den wir uns bis heute beibehalten haben:

  • 4 statt 2 Portionen pro Gericht
  • 3 Gerichte insgesamt
  • + 4,99 Euro Versand
  • = 58,86 Euro

Das erhöht zwar die Gesamtkosten, aber senkt den Preis pro Portion auf 4,49 Euro. Und diese Ersparnis von über 1,20 pro Portion (bei insgesamt 12 Portionen (4 Portionen x 3 Gerichte) sorgt für ein Ersparnis von 14,40 Euro pro Woche – oder über 60 Euro im Monat.

Wir sind kein 4-Personen-Haushalt, nein. Aber wir essen das gleiche Essen auch gerne. Daher nutzen wir die 4 Gerichte so, dass wir z.B. Abends kochen und die Hälfte essen und dann am nächsten Tag mittags die andere Hälfte.

Mit diesem kleinen Trick sind die Kosten für uns in einem angenehmen Bereich.

Einen kleinen Haken hat das Ganze: Da wir die Gerichte nicht so schnell aufessen können, müssen wir bewusster wählen, was wir wann kochen. Gerichte mit schnell verderblichen Lebensmittel sind zuerst dran.

Unser Alltag mit Hello Fresh

Weder meine Frau noch ich sind geborene Köche. Was ich beim Kochen am anstrengendsten finde, ist aber nicht das Stehen in der Küche und das Abarbeiten von Schritten. Sondern die Vorbereitung und das Einkaufen.

Es mag Leute geben, die vor der Kasse stehen und denken „Oh, ich habe Kokosmilch vergessen, da laufe ich doch nochmal gerne durch den kompletten Laden“ oder „Oh, ich dachte wir hätten Zuhause noch Paprika. Was solls, ich kauf auf dem nach Hause Weg nochmal ein“. Für mich grauenvoll. Und in Zeiten von Maskentragen und Abstände einhalten noch anstrengender.

Ich genieße es daher einmal in der Woche ein Paket von unserer Haustür in die Küche auf den Tisch zu stellen, es zu öffnen und die Zutaten in den Kühlschrank zu packen und die dazugehörigen Rezepte neben dem Messerblock auf der Arbeitsplatte hinzulegen.

Und dann irgendwann, ob mittags oder abends, geht es mit dem Kochen los. Nein, das macht nicht immer Spaß, aber ich merke, wie gut es mir tut etwas vernünftiges zu essen, statt immer wieder die gleichen (und selten gesunden) Sachen zu kochen.

Funfact am Rande: Meine Frau hat mit Hello Fresh gestartet und ich war es, der total skeptisch war. Mittlerweile koche ich aber am meisten damit und bin ein absoluter Fan.

Ist Hello Fresh etwas für dich?

Du willst Kochen als Hobby, dabei aber nicht viel rumexperimentieren und wenig Zeit mit Planung und Spaziergänge durch Supermärkte verbringen? Dann könnte Hello Fresh etwas für dich sein.

Nutz einen der vielen Gutscheine (ich meine man findet sie auf der Hello Fresh Seite, vielleicht hat auch jemand in deinem Bekanntenkreis Hello Fresh und kann dir einen Rabattcode bereitstellen) und lerne das Kochen mit den Boxen kennen.

Vielleicht wirst du davon auch so angetan sein, wie wir ;-).

Tipps für Kochen mit Hello Fresh

Falls ihr überlegt mit Hello Fresh zu kochen, hier ein paar Tipps von mir:

  • Zutaten vor dem Kochen prüfen: Wir hatten mehrfach den Fall, dass Hello Fresh uns entweder falsche Zutaten geschickt hat oder welche gefehlt haben (einmal hatten wir auch Zutaten für ein komplett anderes Gericht). Um Frust zu sparen und mit Vorbereitung umplanen zu können, sollten die Zutaten geprüft werden.
  • Vorbereiten: Auf den Rezeptkarten findet ihr Hinweise zur Vorbereitung. Dazu gehört z.B. Backofen vorheizen und ähnliches. Beachtet das, um gut in der Zeit zu bleiben.
  • Reihenfolge wählen: Hello Fresh gibt Tipps, wann welches Gericht gekocht werden sollte. So werden z.B. getrocknete Nudeln sich quasi ewig halten, während Fleisch und frisches Gemüse eher schnell gekocht werden sollte.
  • Rezept adaptieren: Wie erwähnt bestellen wir Mahlzeiten seit einiger Zeit mit 4 Portionen. Die größere Menge ist zwar auf den Karten bedacht, aber teilweise schlecht umgesetzt. Es kam immer wieder vor, dass z.B. bei größeren Mengen der Thermomix es nicht geschafft hat alles zu zerkleinern. Da mussten wir mehrfach das Rezept anpassen. Ihr könnt den angegebenen Schritten folgen, lasst euer Koch-Auge aber nicht ruhen.

Fröhliches Kochen!

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