Meine Erfahrung mit dem Alienware Aurora R8

Zu meinem Hobby der PC-Spiele gehört natürlich auch ein PC: Der Alienware Aurora R8. In diesem Artikel stelle ich euch den PC vor.

Spoileralarm: Ich liebe meinen Aurora R8 :-).

Wie ich zum Aurora R8 kam

Ich war langjähriger Apple-User und habe mich bislang im Apple-Universum aufgehalten. Mit allem was dazu gehört. iPhone, iPad, MacBook und die passende Software dazu.

Seit einiger Zeit habe ich aber zunehmend gemerkt, wie Anwendungen, mit denen ich gerne arbeiten würde, auf Apple-Systemen an ihre Grenzen kommen. Dabei denke ich an Microsoft Office, ebenso aber auch an viele andere Software, die für den Mac nicht angeboten wird.

Ich suchte also nach einem Computer, der nicht nur für jetzt, sondern auch noch in einigen Monaten oder sogar Jahren meinen Ansprüchen gerecht werden würde. Da ich mich in der Welt der selbstgebauten Computern nur wenig auskenne, traute ich mich nicht an eine selbstgebaute Lösung, sondern wollte eine vorkonfigurierte direkt von einem vertrauenswürdigen Hersteller.

Ich habe schon vor paar Jahren ein Auge auf Alienware-Systeme geworfen. Ich nehme sie als sehr leistungsstark wahr, eine der Grundvoraussetzungen für mich.

Verbunden mit einer Rabattaktion (wenn ich mich nicht irre 10 %) fing ich an mich intensiv mit Alienware-Systemen auseinanderzusetzen. Dabei gefielt mir das Konzept des Aurora sehr gut (recht unkompliziert erreichbare Hardware, die sich bei Bedarf anpassen lässt). Auch wenn ich vom Area 51 geträumt hätte (startet ab etwa 2.050 Euro), so reichte mein Budget „nur“ für den Aurora. Mit einiges an Konfiguration bin ich letztendlich bei einem Preis von etwa 1.200 Euro gelandet.

Ich war mir leider nicht bewusst, wie viel von der Leistung einer Grafikkarte abhängt. Ich musste sie daher nachträglich um ein Upgrade erweitern. Aber zu den technischen Aspekten mehr hier.

Gedanken zum Preis des Aurora R8

Ich glaube nicht, dass der Aurora R8 die günstigste Lösung ist, um an einen leistungsstarken PC-Rechner zu kommen. Auf jeden Fall ist er recht benutzerfreundlich dahin. Wer technisch mehr Wissen hat und weiß, wie er sich einen Custom-Build zusammenstellen kann, wird vermutlich Geld sparen.

PS: Im Nachhinein habe ich mir einige Custom-Builds angesehen. Ich träume davon mir irgendwann einen eigenen PC-Rechner mit stylischer Wasserkühlung und passender LED-Beleuchtung zu bauen. Mal sehen 🙂

Zu Beginn etwas Technisches

Bevor ich euch erzähle, wie es mir mit dem Aurora R8 ergangen ist, hier eine Übersicht zu den technischen Spezifikationen:

  • Intel Core i5-9600K Prozessor mit 3,7 GHz (dank Alienware Command Center hochtaktbar auf bis zu 4,2 GHz. Total abgefahren: Der Prozessor ist wassergekühlt!!!)
  • 16 GB Arbeitsspeicher (nachträglich erweitert um weitere 32 GB)
  • Insgesamt 750 GB SSD (250 GB, nachträglich noch eine Samsung SSD mit 500 GB nachgerüstet)
  • CD / DVD-Laufwerk
  • NVIDIA GeForce GTX 1070 Ti Grafikkarte (nachträglich eingebaut)

Der Aurora R8 verfügt über sehr viele Anschlüsse an der Rückseite, sowie einige weitere vorne.

Den Aurora R8 übertakten dank Alienware Command Center

Besonders nennenswert ist bei dem System die Möglichkeit, per Alienware Command Center eine Software zum sicheren Hochtakten zu haben.

Hier kann ich verschiedene Einstellungen rund ums Übertakten vornehmen. Dabei greife ich zur Sicherheit auf die von Alienware vorgefertigten Profile zu. Selbstständig verschiedene Spannungen auszuprobieren hielt ich für bislang zu gefährlich.

Über das Alienware Command Center kann ich euch die jeweiligen Lichtelemente steuern. Es ist sogar möglich bestimmte Designs einzelnen Spielen zuzuweisen. Startet man dann das Spiel, wechselt die Beleuchtung automatisch zu dem jeweiligen Profil.

Ich kann ebenso Einfluss auf Lüftung und Energieversorgung nehmen. Die Software erlaubt auch unkompliziert abzulesen, welche Temperaturen bei Grafikkarte und Prozessor sowie im System allgemein herrschen.

Trommelwirbel: Mein erster PC-Start

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich den Rechner aufstellte. Die ersten Starts waren…. wow! Der Aurora R8 ist so konfiguriert, dass er beim Start einmal den Lüfter voll aufdreht. Wie ein PS-Monster, dass beim Start einmal die Drehzahl hochfährt und den Fahrer erahnen lässt, wie viel Power er hier steuert.

Der PC startete unglaublich schnell, was vermutlich hauptsächlich der SSD zu verdanken ist. Danach hatte ich zwar etwas an Konfiguration vor mir, war aber hin und weg. Das System lief unglaublich flüssig.

Was ich damals vergessen hatte: Wie groß Spiele-Downloads sind. Mehr als 50 GB kann ein aktuelles Spiel gerne in Anspruch nehmen. Ich merkte schnell, dass meine anfängliche 250 GB SSD nicht ausreichte, weswegen ich nachträglich nochmal 500 GB nachrüstete.

Werkzeugloser Zugang für Upgrades

Einer der Gründe, warum ich Windows-Computer im Vergleich zu Macs so mag, ist die Freiheit für Upgrades. Der Aurora R8 punktet hier stark. Durch eine gute Logik lässt sich der R8 mit wenigen Handgriffen seitlich öffnen. So lassen sich Grafikkarten, RAM-Riegel oder Festplatten hinzufügen bzw. austauschen.

Auch weitere Elemente können bei Bedarf hinzugefügt werden.

Ich habe den Zugang schon mehrfach genutzt. Einmal, um eine SSD nachzurüsten, das andere Mal, um die Grafikkarten auszutauschen und den Arbeitsspeicher zu erweitern. Generell fühlt es sich aber an, wie eine Motorhaube, die man an seinem liebsten Auto immer wieder aufmacht, um nach dem Rechten zu sehen.

Durchdachte Lüfterbahnen

Was ist an dem Aurora R8 so cool finde, ist die durchdachte Lüfterstruktur. Frische Luft wird unten angesogen und durch das ganze System nach oben geleitet. Abgefahren.

© Bild: Alienware

So fühlt sich die Welt von Windows an

Auch wenn ich zwischendurch an Windows-Rechnern gearbeitet hatte, so lange schon nicht mehr an einem eigenen. Was mir nach den ersten Monaten bewusst wird: Ich glaube Windows-Entwickler stellen Funktionen in den Mittelpunkt, während Entwickler von Mac OS den User im Mittelpunkt haben.

Ich weiß nicht, wie häufig ich zu Beginn nach Funktionen und Einstellungen googeln musste, was mir damals, wenn ich mich richtig erinnere, bei meinem ersten Mac nicht so ergangen ist.

Was mir zu Beginn schwer vorkam, ich aber mittlerweile liebe: Es gibt gefühlt immer mehrere Wege, um zu einem Ergebnis zu kommen. Du willst einen Monitor anschließen? Dafür kannst du Displayport, HDMI oder sogar noch eine andere Möglichkeit verwenden.

Bei Apple war es gefühlt simpel. Ein Anschluss oder ein integrierter Monitor (bei den iMacs oder MacBooks).

Gleiches galt schon bei der Konfiguration des Rechners bei Alienware. Gefühlt mehr als 10 Grafikkarten und mehrere Prozessoren. Bei Apple wählt man gefühlt zwischen maximal 3 Prozessoren.

Ich schrieb: Mittlerweile liebe ich es. Es ist ziemlich cool sich mit jeder Möglichkeit auseinanderzusetzen und genau die zu finden, die man will.

Aber, wenn das ganze dann erstmal läuft, funktioniert es!

Ein PC-Rechner bedeutet viele Entscheidungen

Neben den erwähnten Möglichkeiten war es für mich herausfordernd die vielen kleinen Entscheidungen zu treffen, die mit einem PC-Rechner, wie dem Aurora R8, verbunden sind. Zu dem Rechner musste ich mich bei diesen Dingen für passende Produkte entscheiden:

  • Maus: Gewählt habe ich die kabelgebundene Logitech G403, mit der ich bis heute zufrieden bin. Ihr findet sie hier). Dazu gibt es eine passende Mausunterlage (diese habe ich gewählt).
  • Tastatur: Bis zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung nutze ich die von Alienware mitgelieferte Tastatur. Sie ist…funktional :-D)
  • Lautsprecher: Gewählt habe ich die Z207 von Logitech. Praktisch: Sie können auch per Bluetooth angesprochen werden. Ich bin nicht wirklich zufrieden mit ihrem Klang, habe mir aber auch nicht viel Zeit genommen, um mit Equalizern rumzuspielen. Auch hier habe ich den Eindruck, aus der Apple-Welt verwöhnt zu sein: Lautsprecher im iMac oder MacBook habe ich nie nachträglich anpassen müssen.
  • Monitor: Ich nutze zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung den Samsung U28E590D (hier erhältlich). Den Monitor hatte ich schon zuvor gekauft und als Zweitbildschirm für mein MacBook verwendet. Ich mag die Größe (28 Zoll) und die Auflösung (UHD). Einen neueren Bildschirm würde ich aber mit 144Hz kaufen. Ich brauchte einige Wochen, um eine für mich passende Konfiguration zu finden.

Wie erwähnt entwickle ich mich aber dahin, dass ich die Menge an Möglichkeiten zu schätzen weiß. Denn sie erlauben mir genau die Konfiguration zu bauen, die ich für möglichst passgenaues Arbeiten brauche.

Eine gute Übersicht zum Rechner gibt es auch in dem folgenden Video.

Meine Meinung nach einigen Monaten mit dem Aurora R8

Mittlerweile arbeite ich seit einigen Monaten mit dem Aurora R8 und benutze ihn fast täglich. Was sage ich nach dieser Zeit zum Kauf?

Der Aurora R8 ist, mit der richtigen Konfiguration, ein wundervolles Leistungs-Monster. Er bringt eine hohe Geschwindigkeit mit sich und kann mit so ziemlich allem umgehen, was ich bislang hier versucht habe. Auch wenn ich die Zeit eines kabelfreien Schreibtisches vermisse (aktuell liegen hier mindestens 5, damals gab es nur einen für mein MacBook), genieße ich das Gefühl alles machen zu können, was ich will.

Ich glaube ich werde noch etwas Zeit brauchen, um mein perfektes Setup zusammenzustellen. Aber ich freue mich auf den Weg dahin und die vielen Möglichkeiten, die ich bei der Gestaltung habe. Der Aurora R8? Klare Kaufempfehlung.

Update: Einige Gedanken zum Aurora R9

Mittlerweile hat Alienware den Aurora R9 veröffentlicht und damit meinen PC nochmal überarbeitet. Ich finde das Design wirklich schick.

Spannend hierbei ist das, wenn ich mich nicht irre erstmals, Alienware auch AMD-Prozessoren in dem Rechner anbietet. Der Aurora ist somit in einer RYZEN-Edition verfügbar.

Die wichtigsten Neuerungen bei dem Aurora R9 scheinen bessere Lüftung zu sein (sicherlich beeinflusst durch das neue Design) kombiniert mit verbesserter Technik.

Vielleicht wechsle ich eines Tages auf den Aurora R9 🙂

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